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Warum wird gedopt?

Die Gründe für die Anwendung von leistungssteigernden Mittel sind so zahlreich wie vielschichtig. Meistens gibt kein Motiv für sich alleine stehend den Ausschlag zum Gebrauch von verbotenen Substanzen und Methoden.

Dopende Sportler haben ihre Dopingmentalität Schritt für Schritt entwickelt, die wenigsten entscheiden sich am Beginn ihrer Karriere bewusst für den betrügerischen Weg.

Schon kleinen Kindern wird vermittelt, dass sie "kleine Fitmacher" für den Alltag brauchen, z.B. in Form von konzentrierten Vitaminen, Nahrungsergänzungsmittel und Aufputschgetränken. Dieses Verhalten führt dazu, dass bei Kindern und Jugendlichen die Meinung entsteht, man müsste nur die richtige Pille einwerfen und schon ist man wieder fit für die Gesellschaft. Diese Einstellung zieht sich in vielen Fällen auch in die Sportwelt weiter.

"Der Weg zum Dopingdelinquenten ist fast nie ein vorsätzlicher Prozess. Es ist eher ein unbewusstes Hineintreiben, das in der Regel durch den wiederholten Einsatz vermeintlich harmloser Substanzen initiiert und irgendwann zu einem verbindlichen Ritual wird."

Ralph Meutgens in "Doping im Radsport", 2007

"Was immer eine Gesellschaft als hohes Gut ansieht, es wird Versuche geben, das Erreichen oder den Besitz dieses Gutes vorzutäuschen. Im Mittelalter wurde um des Erfolges willen Frömmigkeit vorgetäuscht, im ancien régime Devotion, in der Französischen Revolution revolutionäre Gesinnung, in der Diktatur Loyalität, in den kapitalistischen Industriegesellschaften wird Leistung vorgetäuscht - was immer man darunter verstehen darf: Leistung in der Produktion, Leistung im Verkauf, Leistung in der Wissenschaft, Leistung im Sport."

Kulturanthropologin Barbara Räntsch-Trill